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Was Sie schon immer über Honig und Bienen wissen wollten

Die Bienen sind Staatenbildend und gehören zu den bedeutsamsten und dienlichsten Insekten. Es ist bewundernswert welche durchdachte Arbeitsteilung im Bienenstock herrscht, für im Sommer rund 60,000 Arbeitsbienen und bis zu 2,000 Drohnen. Mit perfektionierter Verständigung gelingt den Bienen eine effiziente Zusammenarbeit. Ohne fleißiges Bienchen gäbe es keine Bestäubung der Pflanzen und somit auch keine Früchte. Ebenso müssten wir auf den leckeren und gesunden Honig, den die Bienen produzieren, verzichten.

Honig, das älteste Lebensmittel der Welt

Es gilt als wahrscheinlich, Bienen bevölkern die Erde seit rund 50 bis 60 Millionen Jahren, und bestimmt haben unsere Vorfahren seit ihrem Ursprung oder seit der Steinzeit die Nester von wilden Bienen ausgeraubt. In Ostspanien gefundene ca. 7000 Jahre alte Höhlenmalereien zeigen Menschen beim Honigsammeln aus Wildbienenstöcken. Vom göttlichen Nektar wurde im Altertum gesprochen, durch alle Kulturen hindurch. Auch die Heilwirkung des Honigs war den damaligen Völkern bereits bekannt. Vom alten Ägypten, Babylonien, China, Indien, Mesopotamien, Persien, das antike Griechenland, das alte Rom, alle Hochkulturen schworen auf die Heilkraft und den Genuss von Honig. Die Nordmänner (Wikinger) brauten das Met, Honigbier, welches bis heute als Spezialität gilt.

Honig galt lange Zeit als einziges Süßmittel, bis Zucker aus Zuckerrohr gewonnen werden konnte, aber dieser war nur den Obersten und Reichsten vergönnt. Mit der Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben konnte jedermann nun das Süße schmecken.

Heutzutage ist Honig das einzige natürlich gebliebene Süßungsmittel.

Honig ist lecker, aber auch gesund?

Diese Frage kann nur bejaht werden. Fructose, Glucose, Wasser, Vitamine wie C, D und B und natürliche Antioxidantien sind Bestandteil des Honigs. Hinzu

kommt eine geringe Menge an Wasserstoffperoxid und Methylglyoxal (reduzierte Form der Brenztraubensäure) mit antibakterieller und entzündungshemmender Wirkung. Zusätzlich finden sich im Honig Enzyme und Inhibinen. Letztgenanntes sind wachstumshemmende Stoffe für Hefen und Bakterien. Hauptbestandteil des Honigs und das zumindest zu 80 % ist natürlicher Zucker (Trauben- und Fruchtzucker). Diese Form des Zuckers geht besonders leicht ins Blut über.

In den übrigen 3 – 4 % des Honigs sind über 200 unterschiedliche Inhaltsstoffe verpackt. Weitere Begleitstoffe sind Fermente, Mineralien, Aromastoffe und organische Säuren.

Welchen Arbeitsaufwand betreibt die Biene?

Für einen Kilo Honig muss eine Biene rund drei Kilogramm Nektar zusammentragen. Auf einer Distanz von circa 160,000 Kilometern, und das ist nicht wenig, bedarf es rund 15 Millionen Blüten die angeflogen werden müssen. Also gewaltige Zahlen für ein so kleines Insekt.

Die Honig-Empfehlungen der Redaktion

Haltbarkeit – ein Problem beim Honig?

Die empfohlene Aufbrauchfrist des Honigs ist in etwa genauso zu beurteilen wie jene beim Millionen Jahre alten Himalaya-Salz mit Ablaufdatum. Entscheidend ist die richtige Lagerung, also dunkel, trocken und nicht zu warm, und damit ist Honig grundsätzlich unbegrenzt haltbar. Honig-Funde in altägyptischen Gräbern von ca. 3,200 v.Chr. belegen dies. Die Grabbeigaben sind heute noch genießbar.

Um aber alle wertgebenden Inhaltsstoffe genießen zu können, gilt die Empfehlung innerhalb von 24 Monaten den Honig aufzubrauchen. Dies betrifft auch für im Kühlschrank gelagerten, der bei den niedrigen Temperaturen fest wird, aber sein Aroma bei wärmeren Temperaturen wiedererlangt.

Im Übrigen, Honig kann nicht schimmeln. Die Ursache liegt am hohen Gehalt von Frucht- und Traubenzucker.

Wie entstehen Sortenhonige wie Akazienhonig, Orangenblütenhonig und ähnliche?

Sortenhonige werden auch Trachthonig genannt. Der Ursprung dieser Bezeichnung ist die sogenannte Trachtstetigkeit der Bienen. Als bevorzugter Nektarlieferant dient jene Pflanze mit dem größten Nektarangebot. Im Flugkreis von rund vier Kilometern muss die Blütenart überwiegen, damit keine Verfälschung des Honigs passiert. Hier hilft nun die Eigenart der Biene, die sogenannte Blütenstetigkeit, das heißt die Bienen sammeln so lange Nektar von derselben Pflanze bis nichts mehr zu finden ist.

Zur Herstellung z. B. eines Akazienhonigs werden die Bienenstöcke an Akazienwälder gestellt. Dadurch besucht die Biene vorrangig Akazien. Ebenso wird bei Raps, Linden, Edelkastanien, Orangenblüten etc. vorgegangen.

Mithilfe der Pollenanalyse wird danach kontrolliert, ob mindestens 60 % der Pollen der gewünschten Pflanzenart enthalten sind. Nur dann gilt der Honig als Sortenhonig und ist kein Mischhonig.

Was ist Waldhonig?

Waldhonig wird nicht aus Blütennektar gewonnen, sondern die Bienen nützen dazu den Honigtau. Honigtau ist ein Diebesgut von Pflanzen. Bekanntlich saugen Blatt- und Schildläuse die Pflanzen aus und als finales Produkt entsteht die zuckerhaltige Ausscheidung von Läusen. Daran ist aber nichts ekelerregendes, denn im Darm der Läuse sind außer Pflanzensaft und Enzymen nichts enthalten. Der Waldhonig ist deutlich intensiver und würziger im Geschmack und meist auch von dunklerer Färbung.

Was ist die Pollenanalyse?

Diese Form der Analyse ermöglicht es, das Produkt Honig auf dessen Reinheit betreffend Sorten, also zum Beispiel Akazien zu definieren. Diese Analyseform gilt als Fingerabdruck des Honigs und basiert auf der Gegebenheit, das sich in jedem Honig Blütenpollen der von der Biene besuchten Blüten befindet. Diese Blütenpollen sind am Haarkleid der Biene hängengeblieben. Unter dem Mikroskop wird unzweifelhaft erkannt von welchen Pflanzen der Honig stammt und auch die Zusammensetzung lässt sich nachweisen. Diese Analyseform beweist sogar den geografischen Ursprung des Honigs.

Die wandelbare Konsistenz

Jeder kennt es, Honig wird mit der Zeit fest, der Honig kandiert. Verantwortlich dafür ist das Verhältnis von Frucht- und Traubenzucker. Diese Mischung ist von der jeweiligen Blütenart abhängig. Je mehr Traubenzucker der Honig enthält umso schneller erfolgt die Kristallisation. Als Beispiel zwei Extreme: der Rapshonig kandiert bereits nach wenigen Tagen, beim Akazienhonig kann dies Jahre dauern.

Durch vorsichtige Wärmezuführung und nicht über 40° C kann ich einem länger andauernden Erwärmen der fest kristallisierte Honig wieder verflüssig werden. Aber bitte mit Geduld, um die empfindlichen Inhaltsstoffe nicht zu zerstören.